Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. ::: An der Alster 40 ::: 20099 Hamburg :::
Tel.: 040 / 28 00 68 52 ::: Fax: 040 / 28 40 95 10 :::



das ikm

Startseite

das Institut

das Team

Auszeichnungen/Prüfsiegel
unser Angebot
zum Nachlesen
Newsletter abonnieren
Lesezeichen
Presse Veranstaltungsarchiv
hand Pressespiegel
weitere Informationen
Kontakt
Wegbeschreibung
Impressum

Homepage in English

Projekte

Unsere laufenden schulischen und außerschulischen Projekte:

"mitWirkung!-Schleswig Holstein"
Gewaltpräventionswoche an Schulen
Qualifizierung der SchülerInnenvertretung    
Anti-Bias an Schulen
Stadtteilforscher an Schulen
Sozialraumorientierte Fachgespräche



"mitWirkung! - Schleswig Holstein
"


mitWirkung! Schleswig-Holstein ist ein Projekt des ikm im Auftrag des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein sowie in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung und dem Deutschen Kinderhilfswerk.


Was hindert junge Menschen daran, politisch aktiv zu sein? Wie kann die ausgeprägte Bereitschaft Jugendlicher, sich ehrenamtlich zu engagieren, mobilisiert werden? Was würden Jungen und Mädchen in ihren Gemeinden verändern? Welche gesellschaftspolitischen Forderungen stellen sie? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigt sich das Projekt "mitWirkung!". Die weit verbreitete Entfremdung aller Bevölkerungsgruppen vom etablierten politischen System betrifft insbesondere auch junge Menschen. Dies belegen zahlreiche Studien und drückt sich am deutlichsten in der geringen Wahlbeteiligung von Erstwählern aus. Diese Entwicklung muss nachdenklich stimmen. Kinder und Jugendliche sollten aktiv und gut informiert an den politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilnehmen und ihr Lebensumfeld mitgestalten können. Dies kann nur gelingen, wenn sie von den politischen Akteuren ernst genommen und einbezogen werden. Diese Bereitschaft will die Bertelsmann Stiftung fördern und Städte und Gemeinden darin unterstützen, die richtigen Rahmenbedingungen für ein gesellschaftspolitisches Engagement junger Menschen zu schaffen.

Für mehr Informationen besuchen Sie die Website: www.mitwirkung-sh.de



Gewaltpräventionswoche an Schulen

Der Fachkreis Gewaltprävention, der sich anlässlich einer gemeinsamen, für Hamburger Schüler im "Cinemaxx" durchgeführten Veranstaltung Ende 1998 gegründet hatte, versteht als eine seiner Aufgaben, das Thema Gewaltprävention in Hamburg konzeptionell weiter zu entwickeln und praktisch um zu setzen. Unter dieser Vorgabe entstand die Idee, eine (wiederholbare) Projektwoche zur Gewaltprävention für Jugendliche an Schulen und außerschulisch zu entwickeln und somit eine Art Handreichung/ Curriculum für Pädagogen und Jugendliche zum Thema "Umgang mit Gewalt" zu schaffen. Im Vordergrund dieser Überlegungen stand der Gedanke, Prävention möglichst in den Alltag von Schule und Stadtteil zu integrieren und die vorhandene Kompetenz von Jugendlichen, Pädagogen, Eltern und anderen zur Gewaltthematik anzuregen und zu fördern.

Das Projekt ist für jeden Schultyp bzw. für jede Schule konzipiert und wird in der Vorbereitungsphase flexibel auf die jeweiligen Alterstufen von Schülern und eventuell auf den Schultyp innerhalb der Vorbereitungsphase modifiziert. Das Projekt hat ausdrücklich präventiven Charakter. Daher sollte die Veranstaltung nicht als "Feuerwehr-" oder "Notfall-Projekt" für Schulen, in denen aktuelle (Gewalt-) Probleme vorhanden sind, missverstanden werden, schließt aber "problematische" Schüler oder Schulen deshalb natürlich nicht aus. Es setzt eine hohe Bereitschaft der betreffenden Schule bzw. der Lehrkräfte und SchülerInnen voraus, sich an der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung zu engagieren.

Im Vordergrund steht eine 20-stündige Lehrerfortbildung, die von der Beratungsstelle Gewaltprävention des Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung mitfinanziert wird. In dieser Fortbildung werden die Lehrkräfte intensiv und ausführlich auf die Durchführung der Projektwoche vorbereitet. Zudem bekommen alle teilnehmenden Lehrkräfte ein 80-Seitiges Projekthandbuch, welches Hintergrund, Konzept, Anleitung und Kopiervorlagen für alle Projektbereiche beinhaltet. Während der eigentlichen Projektwoche unterstützt das ikm auch mit Moderation und Coaching. Nach Absprache können auch weitere Hilfestellungen gegeben werden.


Für den Flyer zur Gewaltpräventionswoche mit einer Kurzübersicht klicken Sie bitte hier

oben



Qualifizierung der SchülerInnenvertretung

Durch unsere langjährige Arbeit als Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) an Hamburger Schulen mit den Schwerpunkten in Schulentwicklung, Gewaltprävention, Zivilcourage und Demokratieentwicklung haben wir im Austausch mit SchülerInnen, Lehrkräften und mit anderen Einrichtungen einen starken Bedarf für die Förderung der demokratischen Strukturen an Schulen festgestellt. Daraufhin haben wir ein Konzept für die Qualifizierung der SchülerInnenvertretung entwickelt, welches 2006 durch das Bundesprojekt entimon unterstützt wurde. Das Programm entimon ist Teil des Aktionsprogramms der Bundesregierung „Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ und hat uns die Qualifizierung der SchülerInnenvertretung an sechs Hamburger Schulen sowie die Herstellung und Verbreitung einer Broschüre ermöglicht. Es ist unser Anliegen, demokratische Strukturen und demokratisches Leben an Schulen zu verbreiten und zu stärken.



Die Qualifizierung der SchülerInnenvertretung ist ein Trainingszyklus mit vier Bausteinen. Das ikm führt die Trainings in zwei aufeinanderfolgenden Jahren durch, wobei zunehmend die beglietenden Lehrkräfte mit einbezogen werden. Danach kann die Schule die Trainings selbstständig weiterführen und fest in das Schulprogramm aufnehmen.
Baustein I: Das DreiTageSeminar Das Drei-Tage-Seminar beinhaltet einen Grundstock aus Präsentations- und Moderationstechniken, sowie Meinungsbildungsmöglichkeiten und Projektplanung. Sie sollen die SchülerInnenvertretung in der Ausübung ihrer Aufgaben unterstützen und ihnen Selbstsicherheit geben. Dieses Grundprogramm wird nach den Bedürfnissen der Klassensprecher-Innen und der Verbindungslehrkräfte mit einem Themenschwerpunkt belegt. So können z.B. die Konfliktmoderation in Gruppen, der Informationsfluss von der Klasse in Gremien und zurück oder die Planung und Durchführung eines tatsächlichen Projekts an der Schule je nach Wunsch in das Seminar aufgenommen werden.

Baustein II: Rechte, Pflichten, Ordnungsmaßnahmen (SSM) SchülermoderatorInnen des Projekts „SchülerInnen – Schule – Mitbestimmung“ (SSM) arbeiten nach dem Drei-Tage-Seminar an einem Vormittag mit den KlassensprecherInnen speziell zu den Rechten, Pflichten und den Ordnungs-maßnahmen an ihrer Schule. Einerseits behandelt dieses Training die rechtlichen Grundlagen für die Arbeit der SchülerInnenvertretung. Andererseits wird die individuelle Situation an der jeweiligen Schule bearbeitet.
Baustein III: VerstärkerSeminar Etwa drei Monate nach den vorangegangenen Bausteinen folgt das Verstärker-Seminar. Dieser Tag dient der Reflektion und Auswertung von dem, was die KlassensprecherInnen seit dem ersten Training anwenden konnten. Vertiefungs- und Ergänzungsbedarf wird geklärt, Hilfestellungen gegeben sowie an einem konkreten Projekt weitergearbeitet. Wünsche werden gesammelt, die im anschließenden Auswertungsgespräch mit den Lehrkräften besprochen werden.
Baustein IV: Brückenseminar Im Brückenseminar stellen die amtierenden KlassensprecherInnen den interessierten potentiellen neuen KlassensprecherInnen ihr Amt vor. Dies beinhaltet sowohl einen Rückblick auf das vergangene Schuljahr als auch einen Ausblick auf die bevorstehende Qualifizierung. Zudem wird die amtierende SchülerInnenvertretung verabschiedet. Das Brückenseminar ist am Ende oder direkt am Anfang des Schuljahres angesiedelt.

oben



Anti-Bias an Schulen
Der bewusste Umgang mit Vorurteilen und Diskriminierung

Der englische Begriff "Bias" bedeutet Schieflage, Einseitigkeit, Voreingenommenheit oder auch Vorurteil. Anti-Bias meint vorurteilsbewusst, nicht-diskriminierend. Anti-Bias-Arbeit zielt darauf, bestehende Schieflagen/Einseitigkeiten ins Gleichgewicht zu bringen und Diskriminierung abzubauen. Das Training basiert auf Methoden, die in der US-amerikanischen und südafrikanischen Anti-Rassismus/Diskriminierungsarbeit eingesetzt werden, aber auch im deutschen Kontext erprobt wurden. Im Mittelpunkt steht die intensive, erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit diskriminierenden Verhaltensweisen und Strukturen und befähigt in den Institutionen Rassismus, Sexismus und alle anderen Formen der Unterdrückung transparent zu machen und zu verändern. Dieser Ansatz wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung und hinterfragt gewohnte Handlungen und Erklärungsmuster. Die Anti-Bias Arbeit fußt auf der Überzeugung, dass jeder Mensch Erfahrungen als DiskriminerendeR und als DiskriminierteR gesammelt hat. Es wird davon ausgegangen, dass Vorurteile erlernt wurden und in gesellschaftlichen Strukturen institutionalisiert sind. Daher können sie auch wieder verlernt und als institutionalisierte Ideologie hinterfragt und verworfen werden. Im Mittelpunkt steht die intensive, erfahrungsorientierte Auseinandersetzung mit diskriminierenden Verhaltensweisen und Strukturen. Das Training hat den Charakter eines Einführungsseminars. Die Analyse und praktische Arbeit der Trainings setzt bei den persönlichen, zwischenmenschlichen Erfahrungen der Teilnehmenden an und zeigt im Weiteren die Verflechtung von Individuum und gesellschaftlichen diskriminierenden Strukturen auf.

Transfer auf die Schule

Folgende Sozial- und Selbstkompetenzen sollen bei den Teilnehmenden entwickelt und gefördert werden: Das Verständnis für Unterschiede und unterschiedliche Kulturen, die Akzeptanz anderer Kulturen, Umgang mit Diskriminierung, die Fähigkeit, sich in andere kulturelle Bräuche oder Verhaltensweisen hineinzuversetzen, Wertschätzung für andere, Verständnis und Umgang mit Vorurteilen, das Bewusstsein der eigenen Kultur, der wertfreie Umgang mit Andersartigkeit/Vielfalt und die Eigenverantwortung für das eigene Handeln. Insgesamt soll über den konstruktiven Umgang mit Konflikten ein konstruktiver Umgang mit Unterschieden erlernt werden und die gemeinsamen Erlebnisse innerhalb der Projekttage sollen die Gemeinschaft (Verbundenheit miteinander) stärken. Ein Schulentwicklungsprozess soll mit dem ersten Schuljahr eingeleitet werden. Dieser wird von der Projektgruppe begleitet und in das nächste Schuljahr und in die Gremien der Schule überführt, wie auch nach außen in eine regionale Öffentlichkeit getragen.

oben