Reader
"Konflikte und Gewalt 3"
präventive Konzepte, praktische Hilfen, Adressen
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Der Fachkreis Gewaltprävention hat, herausgegeben von der Behörde für Bildung und Sport (BBS), die Broschüre "Konflikte und Gewalt 3" veröffentlicht. Die ca. 100-seitige Sammlung beinhaltet die Darstellung aktueller und differenzierter Präventionskonzepte und Präventi-onsmaßnahmen sowie einen aktualisierten Adressenteil einer Vielzahl von Institutionen und Einrichtungen, die sich mit den Themenfeldern Konfliktbewältigung, Gewaltprävention und Kriminalitätsvorbeugung beschäftigen. Die Schwerpunkte sind Qualitätsstandards in der Gewaltprävention und Praxisbeispiele Hamburger Einrichtungen. Der Reader wird sämtlichen Schulen, Jugendhilfe-Einrichtungen und weiteren Institutionen kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Fachkreis Gewaltprävention ist ein Zusammenschluss von behördlichen Vertretern der BBS, der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, der Polizei und von Mitarbeiten freier Träger der Jugendbildung bzw. -hilfe. Die Federführung liegt bei der Beratungsstelle Gewaltprävention, die Geschäftsführung hat das Institut für Konfliktaustragung und Mediation (ikm) inne. Von der Beratung bis Zivilcourage erstreckt sich die Gewaltprävention in Hamburg. Nach dem ersten Reader zu Konflikten und Gewalt 2001 legt der Fachkreis einen zweiten vor. Das Ziel ist, die Ergebnisse zu sehen und den Fragen nachzugehen, ob Konzepte zur Gewaltprävention etwas in Hamburg verändert haben. Der erste Überblick zeigt einen Anstieg der Projekte und Vertiefung wie auch Verstetigung des Angebots. Zivilcourage, Streitschlichtung und die Beratung von Jungen, um nur einige Beispiele zu nennen, sind reife Projekte mit hohem output. Über 5000 Schülerinnen und Schüler waren in Zivilcourage Kursen und haben gelernt, Hilfe zu holen und sich deeskalierend zu verhalten. An 250 Schulen wird jährlich Präventionsunterricht, in dem gemeinsamen Projekt der Gewaltprävention von Polizei und Schule, durchgeführt. Und fast 60 Schulen haben das anspruchsvolle Programm der "Streitschlichtung" gelernt. Zahlen, die sich sehen lassen und von einem hohen Praxisanteil der Projekte zeugen. Der Reader nimmt die Konzepte unter die Lupe und gibt einen Einblick in die jeweilige Praxis. Nicht jede Maßnahme ist für jede Schule, Einrichtung oder Einzelpersonen gleich geeignet. In dem Überblick von Beratung bis Zivilcourage werden Schlaglichter der Gewaltprävention gezeigt, ohne dass der absolute Anspruch auf Vollständigkeit besteht. Vielmehr werden Anregungen durch die Beiträge weiter gegeben und der Blick auf die Gebiete des konstruktiven Umgangs mit Gewalt und Konflikten weitet sich. Wenn Aggression im Spiel ist und schon jemand am Boden liegt, stehen wir oft mit dem Rücken an der Wand, weil die Eskalation der Gewalt sich von ihrer schwierigen Seite zeigt. Die Wut kriecht den Nacken hoch und der Blick verengt sich zunehmend. In diesen Situationen mit dem richtigen Handwerkszeug zu reagieren ist nicht immer leicht doch möglich. Gewaltprävention setzt vielfach früher an und bietet das umfangreiche Training in sozialen Kompetenzen für Kinder und Jugendliche durch Zivilcourage, Streitschlichtung und Projektwochen zur Gewaltprävention. Der Fachkreis war selbst Pate für die konkrete und handfeste Zusammenarbeit im so genannten Sozialraum, so dass inzwischen 13 Stadtteile an dem Programm der Fachgespräche beteiligt waren. Alle Projekte nehmen weiter Interessentinnen und Interessenten auf oder verweisen auf weitere Adressen wie in diesem Reader "Was tun bei Gewalt". Der Fachkreis freut sich über Nachahmer, die die Mühe nicht scheuen Gewaltentwicklungen etwas entgegen zu setzen und den Ernst der Lage verstehen. Herausgeber:
Fachkreis für Gewaltprävention, |