"Zivilcourage - eine demokratische Tugend"...
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... meint, dass die damit in Verbindung stehenden Ziele am Gemeinwohl orientiert sind. Es geht bei den verschiedenen mit Zivilcourage verbundenen Konzepten um den Einsatz für menschliche Werte, die Rahmenbildung zur Austragung von Konflikten und die Erweiterung sozialer Kompetenzen. Dieser Erkenntnis liegt ein Konfliktbegriff zu Grunde, der Konflikte als Chance zur Veränderung des persönlichen oder sozialen Verhaltens und als Motor für Entwicklung versteht. Mit diesem Beitrag werden Bedingungen für die konstruktive Austragung formuliert und notwendige Kompetenzen aufgezeigt. Dazu gehört u.a. die soziale Kompetenz. Durch sie kann der Ausgleich zwischen unseren individuellen Bedürfnissen und unseren Bedürfnissen nach Zugehörigkeit geschaffen werden. Ohne diese Möglichkeit zum Ausgleich entstehen Widersprüche, die die Austragung von Konflikten mit Gewalt begünstigen. Bei individuellen wie auch gesellschaftlichen Widersprüchen kann Zivilcourage dazu dienen, Toleranz herzustellen und Lösungen zu entwickeln. Die Notwendigkeit für Toleranz und Zivilcourage ist in einer Demokratie gegeben, weil dieses System verschiedene Wege offen lässt und es neben dem freien Diskurs auch wieder zu Ausgrenzung und Machtstreben kommt. In dem Beitrag von Muradiye Karakus und Dieter Lünse werden die zentralen Kompetenzen für Zivilcourage erläutert. Es ist in einem Sammelband mit zwei weiteren Ausätzen zu "Zivilcourage im Alltag" und "Politisches Engagement, Protest und die Bedeutung sozialer Ungerechtigkeit" in der Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" im Februar 2000 erschienen. |
"Zivilcourage
- eine demokratische Tugend"
Muradiye
Karakus, Dieter Lünse in "Aus Politik und Zeitgeschichte",
Bonn Feb. 2000, 32 Seiten