Aktiv- is -muss. Performance und Vernissage

Bin ich politisch, wenn ich Kunstformen nutze, um gesellschaftliche Kritik zu äußern?
Wie können Aktivismus und Protest genutzt werden, sich gegen einen wachsenden (antimuslimischen) Rassismus und Rechtspopulismus in unserer Gesellschaft einzusetzen?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftig(t)en sich Junge Hamburger*innen aus dem MOSAIQ Netzwerk. MOSAIQ Hamburg ist ein Forum für Dialog, Austausch, Aktivismus und Handeln. Es richtet sich an alle jungen Hamburger*innen, unabhängig ihrer sozialen, ethnischen und/oder religiösen Herkunft. Im Fokus stehen u.a. Themen wie (antimuslimischer) Rassismus sowie alle Formen von Ausgrenzungspraxis. Neben der Reflektion stereotyper Bilder im Diskurs um Vielfalt, sollen insbesondere junge Stimmen in diesem gehört werden und ihn mitgestalten.

Aktiv- is – muss

Unter dem Themenschwerpunkt „Aktiv-is-muss“ im Kontext von antimuslimischen Rassismus, haben sich junge Hamburger Narrative des MOSAIQ Netzwerkes an zwei Tagen mit gesellschaftlich aktuellen Debatten beschäftigt und in drei Workshops gearbeitet. Die Wochenend-Workshops boten einen Einstieg für 16 junge Netzwerkmitglieder in Methoden des szenischen Schreibens, des kreativen Schreibens und Spoken Words sowie in Techniken der Fotographie.

Performance und Vernissage

Entstanden sind Werke in Form von Theaterszenen, Poems und Fotomaterialien, welche eigene Lebensrealitäten, Träume und gesellschaftliche Kritik darstellen.  Zehn Tage nach den Workshops lud das MOSAIQ Netzwerk zur öffentlichen Performance, zu welcher mehr als 80 Gäste kamen.

Die Poet*innen präsentierten ganz unterschiedliche Texte, doch in allen steckt die Frage von sozialer, lokaler und globaler Gerechtigkeit und der Gleichwertigkeit jedes einzelnen Menschen als Individuum. Die Szenendarbietung diskutierte Religiosität und die eigene Selbstbestimmung und damit verknüpfte Ausgrenzungsmechanismen.

Die ausgestellten Bilder beschäftigten sich, wie es die Titel der einzelnen Kunsstücke verraten, mit “Einer antifaschischtischen Spurensuche in Hamburg”,  “Dem ersten Eindruck auf dem zweiten Blick“ und “A Wor(l)d Mess”.

Die Dokumentation in Readerformat gibt es gegen Spende zu erwerben bei Sally Riedel.