PRO: Kinder in der Mediation und Beratung von Trennungs- und Scheidungskonflikten

Eltern, die sich trennen, stehen vor der Aufgabe, einen Weg zu finden, wie sie in Zukunft ihre Elternverantwortung unter den veränderten Bedingungen gestalten können. Das ist nicht leicht, wenn heftige Emotionen die Kommunikation mit dem anderen Elternteil erschweren und die Eltern mit der Bewältigung äußerer Veränderungen und innerer Verarbeitungsprozesse ihrer Trennung beschäftigt sind. Dabei kann die Situation der von der Trennung betroffenen Kinder aus dem Blick geraten. Dieses Seminar richtet sich an Mediator*innen und Berater*innen, die Eltern darin unterstützen, die notwendigen familiären Entscheidungen zu treffen und dabei die Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder zu berücksichtigen.

In dem Fortbildungsmodul „Kinder in der Mediation und Beratung von Trennungs- und Scheidungskonflikten“ wird ein besonderes Augenmerk auf die Integration von Kindern in den Prozess der Mediation gelegt. Die Mediator*innen lernen, wie Eltern darin unterstützt werden können, notwendige familiären Entscheidungen zu treffen und dabei die Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder zu berücksichtigen.

Neben den theoretischen Inputs fließt eine Reihe von praktischen Methoden in das Seminar ein: Diese reichen von Demonstrationen, Rollenspielen bis hin zu Kleingruppenarbeit und kleinen Selbsterfahrungssequenzen. Anhand eines konkreten Falls aus der Praxis wird exemplarisch das Modell des themenzentrierten Kinderinterviews vorgestellt und durchgespielt. 

Die Fortbildung wird geleitet von Regina Harms und Jan Fries. Regina Harms ist Rechtsanwältin, Mediatorin und Mediationsausbilderin (BAFM und BM). Sie besitzt umfassende Erfahrung im Arbeitsfeld „Trennung und Scheidung“. Jan Fries ist Sozialpädagoge, Mediator sowie zertifizierte Kinderschutzfachkraft  gemäß § 8a SGB VIII. Gegenwärtig ist er als Fachberater für den Allgemeinen Sozialen Dienst im Landesjugendamt Köln tätig.

Das Seminar findet am Donnerstag, den 22.10.20 von 9-17 Uhr und am Freitag, den 23.10.20 von 9-16 Uhr statt.

Kosten: 250 Euro