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... über den Nahost-Konflikt

Die aktuelle Eskalation in Nahost nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel zeigt einmal mehr, wie sich auch ein Konflikt, der räumlich nicht direkt „vor unserer Haustür“ liegt, auf die Lebensrealität von Schüler*innen in Hamburg auswirken kann. Sei es, weil sie persönliche Bezüge nach Israel oder in die palästinensischen Gebiete haben, oder weil sie aufgrund ihrer (zugeschriebenen) Religion angefeindet werden. Im Gespräch zu bleiben ist vor diesem Hintergrund zentral, damit internationale Konfliktlagen nicht der Klassengemeinschaft schaden.

“Miteinander Reden” schafft methodisch Anlässe, um im Klassenzusammenhang über das Thema Nahost-Konflikt zu sprechen. Dabei kommen jeweils zwei Moderator*innen im multi perspektivischen Duo für einen Vormittag zu euch in die Klasse. Es ist uns wichtig, auch bei hoher Emotionalität einen achtsamen Gesprächsrahmen zu halten. Darum werden die verschiedenen Hintergründe der Schüler*innen und Lehrkräfte wertschätzend betrachtet. Gleichzeitig setzen wir klare Grenzen gegenüber Antisemitismus und anti-muslimischem Rassismus.

“Miteinander Reden” ist kein Angebot, das einen historischen oder politischen Input zum Nahost-Konflikt liefert. Wir bearbeiten keine bereits eskalierten Gewaltvorfälle. In einem telefonischen Vorgespräch wird die individuelle Situation in der Klasse beleuchtet, davon ausgehend das passende Duo ausgewählt und ggf. verweisen wir bei bereits stark eskalierten Fällen an geeignete Stellen.

Das Angebot soll deeskalierend wirken und einen moderierten Raum gestalten, um Ängsten oder Frustration zu begegnen und Ausgrenzung vorzubeugen. Wir arbeiten mit einem diversen Team, das aus unterschiedlichen Zusammenhängen - religiös, wissenschaftlich, lebensweltlich oder praktisch - mit der Moderation solcher Themen vertraut ist.

Foto Paulina Schmid
Projektleitung Miteinander reden...