Vielfältige Dialogforen

"Was wäre wenn aus dem „ihr“ und „wir“ ein gemeinsames „Wir“ werden würde?" (Shagareg, MOSAIQ Netzwerk)

"So once upon a tomorrow,
we will have not only came a long way but moved
forward."( Linah, MOSAIQ Netzwerk)

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Reichtum an kreativen Werken, die junge Stimmen des Projekts MOSAIQ Hamburg im Rahmen des Aktiv-is-muss Workshops erstellt haben. Emotional, wütend, traurig und vor allem leidenschaftlich haben die Teilnehmenden des Workshops ihre Lebensrealitäten, Träume und gesellschaftliche Kritik in Form von Spoken Words, Fotographien oder szenischer Intervention bei der Vernissage/ Performance am 18. Oktober zum Ausdruck gebracht. Im Video unten können sich alle selbst ein BIld vom Workshop machen.

Themen, welche viele Poetinnen und Poeten von MOSAIQ Hamburg umtreiben, sind die Vielfalt unserer Gesellschaft, wie ein gemeinsames "Wir" in Deutschland entstehen kann oder welche Rolle Religion für jede und jeden persönlich spielt. Auch für uns im ikm sind diese Themen präsent.
Als konfessionsloser und intermediärer Träger konnten wir in den letzten Jahren viele interreligiöse Projekte und Dialoge initiieren und moderieren. Ein neues Projekt, welches im letzten Jahr angestoßen wurde, ist ein Dialogformat in welchem ein Duo von Pastoren, Pastorinnen und Imamen, Schulprojekte und einzelne Klassen besucht, und mit Schülern und Schülerinnen ins Gespräch kommt. Sie erklären warum ihnen ganz persönlich Interreligiösität wichtig ist und freuen sich über Fragen und angeregte Diskussionen. Vorbild für dieses Projekt sind Pastor James und Imam Ashafa aus Nigeria, die als Duo in ihrer Heimat sehr aktiv und engagiert in Konflikten vermitteln und außerdem international unterwegs sind, um ihre persönliche Geschichte zu teilen.

Das Interesse für eine Austauschforum zu interkulturellen und interreligiösen Themen ist auch in Wilhelmsburg groß. Mehrere Jugendliche haben dort die GIRA- Gesprächsrunde für interkulturellen Austausch- gegründet. Das Projekt ist am Helmut Schmidt Gymnasium fest verankert und wurde letztes Jahr mit dem Bertini Preis ausgezeichnet, welcher junge zivilcouragierte Menschen ehrt. Für alle Jugendlichen, die sich untereinander besser vernetzen möchten, um gemeinsame Projekte starten zu können, gibt es in Wilhelmsburg das PEER-LEADER-Forum. Über beide Projekte sind Kurzfilme gedreht worden. Nehmen Sie sich die paar Minuten Zeit, um mehr über die jungen engagierten Bewohner und Bewohnerinnen aus Wilhelmsburg zu erfahren.

Für alle Moderatoren und Moderatorinnen, sowie Gruppenleitende, die in interkulturellen und interreligiösen Dialogprozessen tätig sind, bieten wir ab Februar 2019 zum dritten Mal eine Train the Trainer Weiterbildung an. Es gibt noch freie Plätze.

Außerdem möchten wir an dieser Stelle besonders auf die 11. Tagung des Norddeutschen Netzwerkes Friedenspädagogik hinweisen, die nächstes Jahr vom 21.-23. Februar stattfindet. Im nächsten Jahr möchten wir uns dort mit dem Thema "Menschenwürde als Haltung" auseinandersetzen und freuen uns auf eine diverse Gruppe von Teilnehmenden, die ihre eigenen Impulse und Ideen mit einbringen. Auch diese Tagung ist wie unsere oben beschriebenen Projekte immer auch ein Dialogforum mit der Möglichkeit zum Austausch und zum Hinterfragen von Narrativen.
Anmeldugen sind ab sofort möglich.

Veranstaltungen

11. Tagung des Norddeutschen Netzwerkes Friedenspädagogik
Wir müssen Handeln: Menschenwürde als Haltung

Start: 

21. Februar 2019 - 15:00
Ort: 
Christophorushaus Bäk, Am Hasselholt 1, 23909 Bäk / Ratzeburg
Kosten: 
siehe Flyer
Anmeldung bis: 
14.02.2019
Illustration Sonne
Train the Trainer Weiterbildung 2019

Start: 

28. Februar 2019 - 17:00
Ort: 
Diakonisches Werk Hamburg, Königstraße 54, 22767 Hamburg
Kosten: 
550,- Euro (Fördermöglichkeit bestehen)
Anmeldung bis: 
11.12.2018

Aktuelle Meldungen

Imame und Pastor*innen

Seit Beginn des Jahres gehen Duos von Pastor*innen und Imamen gemeinsam für uns in Klassen und Schulprojekte, um mit Jugendlichen zu sprechen und zu arbeiten. Als lebendiges Vorbild erklären sie anhand ihrer ganz persönlichen Biographien, warum ihnen Interreligiösität wichtig ist.

Bin ich politisch, wenn ich Kunstformen nutze, um gesellschaftliche Kritik zu äußern?
Wie können Aktivismus und Protest genutzt werden, sich gegen einen wachsenden (antimuslimischen) Rassismus und Rechtspopulismus in unserer Gesellschaft einzusetzen?

Wir freuen uns, das Peer-Leader-Forum in diesem Video vorzustellen.

Wir freuen uns, die Initiative GIRA - Gesprächsrunde für interreligiösen Austausch- in diesem Video vorzustellen.

Zum Schluss möchten wir Sie ganz besonders zu einer Veranstaltung heute abend am Freitag, den 09. November einladen. In der Centrum Moschee findet um 19 Uhr ein Vortrag und eine Diskussion mit Dr. Aladain El- Mafaalani statt. Mit seinem Buch "Das Integrationsparadox" ist er momentan in den Bestseller-Listen und verbreitet eine erfrischende Neubewertung der Gegenwartsdiagnose, nämlich dass zunehmende Konflikte gerade das Resultat eines gelingenden Integrationsprozesses seien. Der Streit werde deshalb immer intensiver ausgetragen, weil es immer mehr Bevölkerungsgruppen ermöglicht werde, den gesellschaftlichen Diskurs mitzugestalten.

Wann: Freitag, 09. November 2018
Einlass: 18.30 Beginn: 19.00
Ort: Kuppelsaal - Centrum Moschee
Böckmannstr. 40, 20099 Hamburg

Anmeldung per Mail an Katty Nöllenburg bis zum 09.11.2018

 

Herzliche Grüße vom gesamten ikm- Team

Katty Nöllenburg und Urs Erben

English version

"What if "you" and "we" became a common "we"?" (Shagareg, MOSAIQ Netzwerk)

"So once upon a tomorrow,
we will have not only came a long way but moved
forward."( Linah, MOSAIQ Netzwerk)

A small excerpt from the wealth of creative works, the young voices of the project MOSAIQ Hamburg as part of the active-is-must have created workshops. Emotional, angry, sad and, above all, passionate, the participants of the active-is-must workshop expressed their realities, dreams and social criticism in the form of spoken words, photographs or scenic intervention at the vernissage / performance on 18 October. In the video below, everyone can get a picture of the workshop themselves.

Topics that attract many poets of MOSAIQ Hamburg are the diversity of our society, how a common "we" can emerge in Germany or what role religion plays for each and every person personally.  These topics are also present for us- ikm.
As a non-denominational and intermediary institution, we have been able to initiate and moderate many interreligious projects and dialogues in recent years. A new project, launched last year, is a dialogue format in which a duo of pastors and imams visit school projects and individual classes and engage in conversation with students. They explain why they are personally interested in interreligiousness and are also happy to receive questions and lively discussions. The prototypes for this project are Pastor James and Imam Ashafa from Nigeria, who mediate in conflicts in their home country and also travel internationally to share their personal history.

The interest in an exchange forum on intercultural and interreligious topics is also great in Wilhelmsburg. Several young people founded the GIRA -Roundtable for intercultural exchange-. The project is firmly anchored at the Helmut Schmidt Gymnasium and was last year awarded the Bertini Prize, which honors young civilized people. For all young people who want to network better with each other in order to start joint projects, there is the PEER-LEADER forum in Wilhelmsburg. Short films have been made about both projects. Take the few minutes to find out more about the young committed residents of Wilhelmsburg.

For all moderators and group leaders who work in intercultural and interreligious dialogue processes, we will be offering a Train the Trainer training for the third time starting in February 2019. There are still some places available.

We would also like to draw particular attention to the 11th session of the North German Peace Education Network, which will take place next year from 21-23. February. Next year, we would like to deal with the topic of "human dignity as attitude" and look forward to a diverse group of participants, bringing their own ideas with them. Like our projects described above, this conference is also always a forum for dialogue with the possibility of exchanging and questioning narratives.
Applicants are now possible.

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