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Fortbildungen
Antidiskriminierung

RELIGIONSFREIHEIT UND SCHULE - GEHT DAS?

Die Auftaktveranstaltung unserer 4. digitalen Reihe „Handlungskompetenzen für die aktuelle Arbeit mit jungen Menschen“ in Kooperation mit der AG Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. (ajs) war ein voller Erfolg! Ziel ist es, Impulse für die Arbeit mit jungen Menschen zu geben, um so die Sprach- und Handlungsfähigkeit zu stärken. Beim ersten Termin am 10. Juni ging es um den „Umgang mit Religiosität in säkularen Einrichtungen“.

Religiöse Vielfalt ist Teil unserer heutigen pluralen Lebenswirklichkeit und es ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Gesellschaften, ein friedliches Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen zu ermöglichen. Der Schutz der Religionsfreiheit wurde bereits 1919 in der Weimarer Reichsverfassung verankert und 1949 als Grundrecht in das Grundgesetz übernommen. Staatliche Einrichtungen wie Schulen jedoch sollen religiös neutral bleiben. Das zunehmende Spannungsfeld von Religiosität und Säkularität in Bildungseinrichtungen führt daher bei Schüler*innen oft zu Konflikten oder Diskriminierung. Zum Beispiel wenn für muslimischen Schüler*innen das tägliche Gebet oder religiöses Fasten ein bedeutsamer Bestandteil ihres Lebens ist.

Dr. phil. Katty Nöllenburg  von der sozialwissenschaftlichen Fakultät der TU Dortmund und Expertin im Themenfeld Migrations- & Bildungssoziologie gab Einblicke u.a. in ihre Forschungsergebnisse zur Gebetspraxis muslimischer Schüler*innen und unsere Referentin Nisa-Nur Evren Bübül berichtete direkt aus ihrer Praxis als Trainerin in Bildungseinrichtungen. 

Referentin Nisa-Nur in der Online Veranstaltung

5 religionssensible Handlungsansätze der beiden Expertinnen:

  • Religionsbedürfnis von Schüler*innen ernst nehmen und nicht bewerten
  • Religiosität auch als positive Ressource sehen
  • positive Nachrichten aus den Medien im Kontext Religion verstärken
  • offen und ansprechbar als Lehrkraft  sein 
  • gemeinsam nach Lösungen suchen

Sehr wichtig ist ein Austausch und die Stärkung der Beziehung zu betroffenen Menschen, damit Konflikte - ausgelöst durch das Ausleben individueller Religionsfreiheit und schulorganisatorischen Anforderungen – gar nicht eskalieren. 

Die Bertelsmann Stiftung hat spannende Studien und Publikationen zu dem Thema: 
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/religionsmonitor/ueber-die-studie

 >>> SAVE THE DATE <<<
Hier sind die kommenden Themen & Termine:

September Termin: 16.09.26, 12-14 Uhr
Thema: „Jugendliche im Umgang mit Krisen. Verstehen, stärken, Raum geben.“
Referent*in: Dr. Meike Nitschke-Jahnsen (iccura Care) 

Oktober: tba
„Social Media: Zwischen Filter und Selbstzweifel - Empowerment in digitalen Lebenswelten.“
Referent*in: Lina Samoske (Projektleitung “Jugendphase und diverse Lebenswelten”, ajs) 

Anmeldung und weitere Infos gibt es hier 

 

Barriere-Info ^

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