Die Wahlerfolge rechtsradikaler Parteien und die damit verbundene Verschiebung gesellschaftlicher Debatten nach Rechtsaußen gefährden den Zusammenhalt, schwächen die Kultur demokratischer Verständigung und tragen zu einer Erosion von Werten bei. Unter dem Motto „Gemeinsam für Demokratie” laden verschiedene Hamburger Organisationen - rund um den Internationalen Tag der Demokratie am 15. September - zu einem vielfältigen und spannenden Veranstaltungsangebot ein. Mit den „Hamburger Tagen der Demokratie“ wird bewusst ein klares Zeichen für die Zivilgesellschaft gesetzt und alle Menschen eingeladen und ermutigen, sich einzubringen und gemeinsam die Werte unserer Demokratie zu leben, zu feiern und weiterzuentwickeln. Demokratisches Gemeinwesen lebt von Bürger*innen, die für eine demokratische Debattenkultur eintreten, Institutionen gegen autoritäre und antidemokratische Angriffe verteidigen und die sich der Verbreitung von Hassrede und Desinformation entgegenstellen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, gut und ausgewogen informiert zu sein.
An den „Tagen der Demokratie“ kann man die Vielfalt der politischen Bildung in Hamburg kennenlernen und sich von einem abwechslungsreichen Programm inspirieren lassen: von thematischen Stadtrundgängen über Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Filmscreenings. Es gibt Gelegenheit, sich zu unterschiedlichsten politischen Themen zu informieren, an gesellschaftsrelevanten Debatten zu partizipieren, Haltungen und Meinungen zu hinterfragen, mitzudiskutieren und gemeinsam in den Dialog zu treten. Die Veranstaltungsreihe bietet Raum für Information, Austausch und kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer Demokratie.
Urs Erben, Geschäftsführer ikm: „Wir laden zu einem Programm ein, das Demokratie dort in den Blick nimmt, wo sie im Alltag konkret wird: im Gespräch und im Streit, in Begegnung und Teilhabe, im Umgang mit Ausgrenzung, Hass und gesellschaftlichen Krisen. Gemeinsam mit Zeitzeug*innen, Expert*innen, Jugendlichen und Publikum wollen wir diskutieren, zuhören, unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und Räume für Austausch schaffen. Denn Demokratie lebt davon, dass wir miteinander im Gespräch bleiben – gerade dann, wenn es schwierig wird!“
Die „Hamburger Tage der Demokratie“ sind ein Projekt von Institutionen aus dem Themenfeld Demokratiebildung mit jeweils eigenen Profilen und Schwerpunkten, die in ihrem Engagement für Demokratie, Menschenrechten und der Lust an der politischen Diskussion verbunden sind. Sie sind im Verband „Weiterbildung Hamburg“ organisiert, der regelmäßig die Qualität der Bildungsangebote überprüft.
Die in 2026 beteiligten Organisationen der Hamburger Tagen der Demokratie sind:
- Institut für konstruktive Konfliktaustragung e.V. (ikm)
- Friedrich Ebert Stiftung
- VHS Hamburg
- Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
- Die neue Gesellschaft – Vereinigung für politische Bildung e.V.
- Rosa Luxemburg Stiftung
- Heinrich Böll Stiftung
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Das gesamte Programm aller Mitorganisator*innen: http://www.demokratietag-hamburg.de
Wir freuen uns auf zahlreiche Interessierte denn unsere Demokratie ist nur so stark wie die Menschen, die sich für sie einsetzen!
Unsere Veranstaltungen findet man unter Hamburger Tage der Demokratie 2026 | ikm Hamburg
Das gesamte Programm ist unter www.demokratietag-hamburg.de abrufbar.

