Der partizipative Fachtag in Hamburg für pädagogische Fach- und Leitungskräfte & jungen Menschen ab 14 Jahren.
Mit Handlungsimpulsen von jungen Menschen für die Arbeit mit jungen Menschen, die bewegt!

Nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr findet der partizipative Fachtag „Hinhören statt Besserwissen“ bereits zum zweiten Mal in Hamburg statt. Ziel des Fachtages am 16.10.2026 ist es, junge Menschen und pädagogische Fach- und Leitungskräfte miteinander ins Gespräch zu bringen, um über Themen aus den Lebensrealitäten der Jugendlichen zu diskutieren.
Der Fachtag knüpft an die digitale Weiterbildungsreihe „Handlungsimpulse für die Arbeit mit jungen Menschen“ an der seit mehreren Jahren erfolgreich pädagogische Fach- und Leitungskräfte sowie junge Menschen ab 14 Jahren in den Austausch bringt. Im Zuge dieser Fortbildungsreihe wurde deutlich, dass neben vielen fachlichen Kompetenzen vor allem eines in der Arbeit mit jungen Menschen wichtig ist: ehrliches und ernst gemeintes zuhören. Das Format „Hinhören statt Besserwissen" wurde konzipiert. Einmal im Jahr wird ein Ort geschaffen, um zu erarbeiten, was die Arbeit mit Jugendlichen wirksam, zeitgemäß und partizipativ werden lässt. Wo Impulse, Austausch und Begegnung Inspirationen oder konkrete Ideen für die Arbeit in Bildungseinrichtungen entstehen lassen. Demokratie wird an dem Tag erlebbar: Durch Mitbestimmung, Dialog, selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Handeln.
Der Fachtag wurde von einer Planungsgruppe aus jungen Erwachsenen, dem ikm und der AG Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. (ajs Hamburg) konzipiert. Die Inhalte und Themen werden zuvor durch eine Online-Umfrage „Was beschäftigt dich gerade?“ sondiert und festgelegt. Die Veranstaltung selbst besteht aus einer Workshop-Phase und einem moderierten Austausch über die gesetzten Workshopthemen.
Die Fokusthemen in diesem Jahr:
1. Krieg in der Welt. Hoffnung im Blick. Wie gehen wir mit Krisen, Angst und Zukunftssorgen um - und was gibt uns Halt?
Weltgeschehen und Zukunftssorgen prägen den Alltag aller Generationen. Wie gehen wir mit Krisen, Angst und Zukunftssorgen um – und was gibt uns Halt? In diesem Workshop kommen wir als Gruppe von Jugendlichen und Erwachsenen zusammen und beleuchten gemeinsam krisenverschärfende Mechanismen und Strukturen, diskutieren passende Ansätze und gehen in Austausch darüber, wie wir trotz belastender Entwicklungen handlungsfähig und zuversichtlich bleiben können.
Referentin: Sophie Weller, Die Medienlotsinnen
Die Medienlotsinnen vermitteln im Rahmen der politischen und interkulturellen (Medien-)Bildung Wegweiser für den digitalen und analogen Raum. Im Mittelpunkt der Arbeit von Sophie Weller steht die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und der gesunde und kritische Umgang mit digitalen und sozialen Medien in Wechselwirkung mit gesellschaftspolitischen Strukturen – und damit auch die Verbindung der Perspektiven unterschiedlicher Generationen.
2. Druck von außen. Ansprüche, Erwartungen, Gruppenzwang und Social Media - und wie kann ich dabei ich selbst bleiben?
Referent*innen: Leonie Oldhafer & Martin Jäger sind Medienpädagog*innen beim Kreisjugendring Stormarn e.V. und arbeiten dort im Bereich der Medienbildung und -kompetenzförderung. Sie entwickeln und gestalten kreative und präventive Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Aus- und Fortbildungen für Multiplikator*innen und pädagogische Fachkräfte. Klassische Workshops finden an Schulen statt, die Medienpädagog*innen sind aber Ansprechpartner*innen für weitere Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel dem Jugendaufbauwerk in Stormarn.
3. Starke Stimmen. Sicherere Räume. Was brauchen junge Menschen, um sich sicher zu fühlen, gehört zu fühlen und mitgestalten?
Starke Stimmen brauchen sichere Räume
Wo können wir wirklich wir selbst sein? Wo werden wir gehört und ernst genommen? Was braucht es dafür? Und wie können wir Dinge verändern, statt nur zuzuschauen? Genau darum geht es in unserem Workshop. Mit Impulsen zu Adultismus, Partizipation und Jugendrechten und einer Perspektive aus der Lebenswelt junger Menschen schauen wir gemeinsam darauf, welche Rolle Vertrauen, Augenhöhe und Bedürfnisse für sichere Räume spielen und entwickeln konkrete erste Schritte für die Praxis.
Moderator*innen: Hila-Marwa Sulimankhil und Larissa Bode
Hila-Marwa Sulimankhil ist Schülerin und Mitglied der Planungsgruppe für den Fachtag „Hinhören statt Besserwissen“. Darüber hinaus ist sie im Schülersprecherteam, ist ausgebildete Streitschlichterin, engagiert sich politisch und ist bei den Medien Scouts aktiv. Themen wie Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit beschäftigen sie sehr.
Larissa Bode begleitet seit mehreren Jahren pädagogische Fachkräfte, Erziehungsberechtigte sowie Kinder und Jugendliche in Workshops rund um Kinder- und Jugendrechte, Beteiligung, Adultismus sowie partizipatives Feedback- und Beschwerdemanagement. Zudem unterstützt sie Organisationen bei der Entwicklung von Schutz- und Rechtekonzepten. Ihre besondere Leidenschaft gilt der Frage, wie echte und qualitative Beteiligung junger Menschen gelingen kann – und wie Kinder und Jugendliche in unserer Gesellschaft tatsächlich Raum bekommen, ihre Perspektiven lebensweltgerecht einzubringen und mitzugestalten.
Der Fachtag wird abgerundet durch Netzwerkmöglichkeiten auf dem „Markt der Möglichkeiten“, auf dem Vereine und Organisationen mit Infoständen vertreten sein werden und sich die Teilnehmenden informieren und austauschen können und kulinarischen Köstlichkeiten zur Stärkung.
Wir freuen uns auf folgende Organisationen:
- Schlaufox e.V.
- Boldly e.V.
- Bundesschüler*innenkonferenz
- ajs e.V.
- Kiezläufer*innen Hamburg e.V.
-
ikm e.V.
Das musikalische Rahmenprogramm kommt in diesem Jahr von Rose & DRECK – zwei Stimmen, viele Gefühle
Rose ist Künstlerin aus Hamburg. Wenn die Gefühle zu viel werden, verwandelt sie ihre Gedanken in Texte und Musik. Das hilft ihr, sich ein bisschen leichter zu fühlen.
DRECK ist das Soloprojekt des Hamburger Musikers Paul Richter. In seiner Musik beschäftigt er sich mit den Absurditäten unserer Welt, mit Ängsten, Hilflosigkeit und der Sehnsucht nach Verbindung, Hoffnung und Zusammenhalt. Auch gemeinsames Meckern und Abkotzen darf dabei nicht fehlen.
Mal einzeln, mal zusammen bringen Rose und DRECK ihre Emotionen auf die Bühne – und freuen sich darauf, sie mit euch zu teilen!
"HINHÖREN STATT BESSERWISSEN" ist eine Kooperation des ikm und ajs - gefördert von dem Bundesprogramm Demokratie leben!, dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bezirksamt Hamburg Mitte, Vielfalt St.Georg-Borgfelde-Hamm, der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung, CVJM An der Alster und Mümmel leben!


Antidiskriminierungsklausel: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische oder menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.