
Hamburg, 09. Juni 2026 – Mit Beginn der Hamburger Sommerferien endet auch eine ereignisreiche erste Jahreshälfte für das Institut für konstruktive Konfliktaustragung & Mediation (ikm Hamburg). Die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen – von wachsender Polarisierung und Diskriminierung bis hin zu einer zunehmenden Verrohung von öffentlichen Diskursen – machen immer deutlicher, wie wichtig Bildungsarbeit für Demokratie, Konfliktkompetenz und ein respektvolles Miteinander ist. Das ikm Hamburg versteht seine Arbeit deshalb als Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und einer resilienten, toleranten und vielfältigen Demokratie.
Gemeinsam mit Kooperationspartnern, Förderern und einem engagierten Netzwerk konnten in den ersten sechs Monaten des Jahres etablierte Bildungsangebote erfolgreich fortgeführt, sowie neue Formate für die Kinder-, Jugend-, Erwachsenenbildung und Zivilgesellschaft entwickelt werden.
Im schulischen Bereich erreichte das Institut in mehr als 100 Trainings über 1.000 Schüler*innen und mehr als 50 Lehrkräfte. Darüber hinaus war das ikm, gemeinsam mit der Unfallkasse Nord und der Beratungsstelle Gewaltprävention Mitveranstalter der 23. Hamburger Streitschlichtungstage und gestaltete die inhaltliche und organisatorische Umsetzung maßgeblich mit. Auch in der Erwachsenenbildung konnten mehr als 1.000 Teilnehmende in 77 Trainings und Workshop-Formaten zu Themen wie Diversitätssensibilität, achtsamer Kommunikation und Konfliktmanagement qualifiziert werden.
Bewährte Formate wie „Miteinander reden!“ werden 2026 im dritten Projektjahr fortgeführt. Die kostenfreie, digitale Fortbildungsreihe „Handlungskompetenzen für die Arbeit mit jungen Menschen“ findet bereits im vierten Jahr statt und der partizipative Fachtag „Hinhören statt Besserwissen“ geht erfolgreich in seine zweite Auflage. Ebenfalls intensiv nachgefragt wurden die Beratungsangebote des Instituts und das Fachteam begleitete im ersten Halbjahr bereits mehr als 44 Coachings, Supervisionen und Mediationsverfahren. Ein weiteres Highlight: Seit Gründung vor über 25 Jahren wurde im Mai der/die 1.050 Mediator*in ausgebildet und ein weiterer Mediationsausbildungslehrgang mit 20 Teilnehmenden hat begonnen.
Darüber hinaus hat das Institut in diesem Jahr erneut die Koordination des Norddeutschen Netzwerks Friedenspädagogik übernommen und baut damit sein Engagement bei der Verwirklichung sozialer und politischer Gerechtigkeit, Stärkung der zivilen Konfliktaustragung sowie der Vernetzung mit anderen Trägern in Norddeutschland weiter aus.
„Die vergangenen Monate waren trotz der gesellschaftlichen Herausforderungen von intensiver Zusammenarbeit und vielen inspirierenden Begegnungen geprägt. Die große positive Resonanz auf unsere Bildungsangebote zeigt, wie wichtig Räume für Dialog, Konfliktkompetenz und Diversitätssensibilität sind! Unser besonderer Dank gilt allen Kooperationspartnern, Förderern sowie Unterstützer*innen, die diese Arbeit möglich machen“, so Urs Erben, Geschäftsleitung ikm Hamburg e.V..
Mit Beginn der Hamburger Sommerferien verabschiedet sich das Institut in eine kurze Sommerpause und richtet den Blick bereits auf die zweite Jahreshälfte. Geplant sind spannende Fortbildungen, inspirierende Fachtage, Netzwerkveranstaltungen und Projekte zur Förderung eines respektvollen und konstruktiven Miteinanders.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des ikm finden sich unter: www.ikm-hamburg.de/veranstaltungen
Kooperationspartner (Auswahl):
AG Kinder & Jugendschutz Hamburg e.V. (ajs) BürgerStiftung Hamburg
Mentor.Ring
Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg Demokratie leben!
Peter Möhrle Stiftung
Norddeutsches Netzwerk Friedenspädagogik Bezirksamt Hamburg-Mitte
Unfallkasse Nord
Friedrich Ebert Stiftung
Über das ikm
Das Institut für konstruktive Konfliktaustragung & Mediation wurde im Jahr 2000 gegründet und ist ein gemeinnütziger, unabhängiger Verein. Als anerkannter Träger der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung engagiert sich das ikm für ein respektvolles Miteinander und gesellschaftliche Teilhabe. Die Arbeit des ikm basiert auf zwei zentralen Schwerpunkten: konstruktive Konfliktaustragung und Diversitätssensibilisierung. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Das interdisziplinäre Team bestehend aus Mediator*innen, Moderator*innen, Referent*innen, Trainer*innen, Supervisor*innen sowie Stadtteilkoordinator*innen, entwickelt Bildungs-, Beratungs- und Beteiligungsformate für Schulen, Organisationen, Unternehmen, Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen. Das ikm fördert und qualifiziert in den Feldern achtsame Kommunikation, Mediation, Dialog, Demokratiebildung, Vielfalt und Konfliktkompetenz – in Hamburg und darüber hinaus. Ziel ist ein reflektierter Umgang mit Vielfalt und unterschiedlichen Lebensrealitäten, Chancengerechtigkeit und die nachhaltige Stärkung einer Kultur der Wertschätzung – auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene.