Wie gehen junge Menschen mit schwierigen Situationen um?

Die anhaltenden globalen und nationalen Krisen – wie die andauernden Kriege in der Ukraine und im Gaza-Streifen, Attentate in Deutschland, Erstarken rechter Kräfte oder aktuelle Wahlergebnisse – wirken sich direkt auf die Lebensrealitäten junger Menschen in Hamburg aus. Viele sind persönlich betroffen, erleben Stigmatisierung oder sehen ihre Zukunft mit Sorge. Häufig fehlt es an sicheren Räumen, in denen sie ihre Gefühle ausdrücken können, ohne sich rechtfertigen oder positionieren zu müssen.
Fachkräfte und Multiplikator*innen stehen vor der Aufgabe, junge Menschen in ihrer Vielfalt und mit ihren individuellen Erfahrungen ernst zu nehmen – und sich dabei selbstkritisch mit ihrer Position als erwachsene Menschen (Adultismus) auseinanderzusetzen. In der Austragung von Konflikten braucht es eine Sensibilität für Diversität und Diskriminierung, um die Bedürfnisse aller Jugendlichen einbeziehen zu können. Gleichzeitig braucht es ein stärkeres Bewusstsein für die Rechte von Jugendlichen im Rahmen des Jugendschutzes. Im pädagogischen Alltag kann das herausfordernd sein – besonders angesichts komplexer, emotional aufgeladener Themen. In einer digitalen Veranstaltungsreihe sollen aus verschiedenen fachlichen Perspektiven niedrigschwellige Impulse für die Arbeit mit jungen Menschen gegeben werden, um so die Sprach- und Handlungsfähigkeit zu stärken.
Jugendliche sind handlungskompetent! Sie entwickeln vielfältige Strategien, um Belastungen zu bewältigen. Diese Online-Veranstaltung nimmt ihre Lebenswelt in den Blick und zeigt, welche Bewältigungsstrategien, Methoden und auch (digitale) Tools sie bereits nutzen. Im Fokus steht ein begleitender Umgang, der stärkt ohne vorschnell einzugreifen.
Referent*innen:
Annalena Gerstner von iccura Care, iccura Care ist ein kinder- und jugendpsychiatrisches und psychotherapeutisches Zentrum in Hamburg Altona, wo sich Kinder und Jugendliche von 0-18 Jahren Unterstützung holen und sich ggfs. behandeln lassen können. Der Schwerpunkt liegt im trauma- und bindungstheoretischen und entwicklungspsychologischem Therapie. Es wird großen Wert auf interkulturelles Verstehen von psychischer Gesundheit, auf ein ganzheitliches Vorgehen und auf interdisziplinäre Zusammenarbeit gelegt.
Alina Emde, DigiStars ist eine Plattform, die geprüfte digitale Hilfs- und Beratungsangebote für Jugendliche übersichtlich bündelt. Junge Menschen können dort zu Themen wie psychische Belastungen, Mobbing, Gewalt, Familie, Sucht oder Identität passende, kostenlose und niedrigschwellige Unterstützung finden. Die Angebote werden fachlich geprüft und von Jugendlichen getestet und empfohlen.
Frieda, 20 Jahre, Medizin-Studentin - Jugendbeirat der Fürstenberg Foundation Der Jugendbeirat der Fürstenberg Foundation bringt die Perspektiven und Erfahrungen junger Menschen in die Arbeit rund um mentale Gesundheit ein. Die Jugendlichen benennen Themen, Sorgen und Unterstützungsbedarfe und wirken an der Entwicklung und Weiterentwicklung von Hilfsangeboten mit. Gleichzeitig bietet der Beirat einen geschützten Raum für Austausch mit Fachleuten.
Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen unserer digitalen und kostenlosen Reihe "Handlungskompetenzen für die aktuelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Hamburg" in Kooperation mit der AG Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. (ajs e.V.)
Gefördert durch die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
Rückblick auf den ersten Termin am 10.06.2026
https://www.ikm-hamburg.de/meldungen/2026-06-25/religionsfreiheit-und-sc...
